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Kongo Bongo


26.09.99 / 11.27Uhr Ortszeit / Frankfurt

Es war verhältnismäßig kühl an diesem Tag, es regnete leicht und ein kalter Wind wehte das erste Herbstlaub durch die Fußgängerzone.
Ein großer Mann betrat ein Gebäude im 30er Jahre Stil. Er trug eine schwarze Jeans und eine ebenso schwarze Lederjacke. Als er durch das Treppenhaus ging, wurde er von mehreren Kameras beobachtet, doch sein Gesicht war nicht zu erkennen, da es durch eine Kappe der Adler Mannheim verdeckt wurde.
Er ging einige Treppen nach oben, blieb vor einer Tür stehen und zog eine Glock18 unter seiner Jacke hervor. Der Mann holte das Magazin heraus, nahm auch die Patrone aus dem Lauf und steckte sie zurück ins Magazin. Dann kam das Magazin in die eine und die Pistole in die andere Jackentasche, dann hob er den Kopf und schaute direkt in die Kamera.
Obwohl sehr muskulös und groß, sah er noch recht jung aus.
Er hatte dunkle Haare und dunkle Augen mit einem durchdringenden Blick.
Sein rechtes Augenlid hing etwas herunter und auf der darunter liegenden Wange hatte er eine kleine Narbe.
Er läutete und im nächsten Moment ertönte der Türöffner und er trat ein.
Eine Sekretärin schaute ihn an und fragte nach seinem Namen.
"Ypsilon. Ich habe einen Termin," sagte er mit einer dunklen Stimme.
"Sie werden bereits erwartet. Wenn sie mir bitte folgen würden."
Er wurde in ein Büro geführt, in dem schon sechs andere Männer waren.
Vier davon erkannte der Dunkle schon von Fotos, die man ihm auf Anfrage geschickt hatte, diese wurden ihm jedoch widerstrebend und erst nach einer erheblichen Entschädigung zugesendet. Sie waren für einige Vorbereitungen allerdings unabdingbar gewesen.
Die Personen waren:
DrKill, Kenai, CAT Shannon und Scorpion Chris.
Die anderen beiden stellten sich als die Besitzer des B&HMP vor: Barlmoro und Hieb.
"Sie sind also Ypsilon?" fragte Barlmoro.
"Ja, der bin ich."
"Geben sie ihre Jacke doch unserer Sekretärin."
Ypsilon erfüllte diesem sicherheitsbezogenen Wunsch. Unter der Jacke trug er ein graues T-Shirt unter dem sich ein extrem breites Kreuz und viele Muskeln abzeichneten.
"Danke."
"Gut, wären sie jetzt in der Lage uns über alles zu informieren? Ihre Informationen per E-Mail waren nicht sehr ausführlich. Sie wollen vier unserer Leute als Unterstützung für einen Auftrag haben. Habe ich das richtig verstanden?"
"Ja, das haben sie. Es handelt sich um eine Befreiungsmission.
"Aha, die Söldner sind verfügbar. Wieso haben sie sie eigentlich schon drei Tage vorher hierher bestellt?"
"Weil ich sicher sein wollte, dass alle Söldner verfügbar sind. Außerdem war es hier einfacher für sie, sich mit Waffen auszurüsten."
"Sie haben die Herren drei Tage im voraus bezahlt und sie gebeten auch noch gleich Waffen zu kaufen. Findet der Einsatz in Deutschland statt?"
"Eher weniger. In Afrika."
"In Afrika?"
"Genauer gesagt im Kongo. In einer Gegend ungefähr hundert Meilen von Kinshasa."
"Mitten in der Savanne?"
"Ganz recht."
"Dieses Land ist nicht gerade sicher."
"Das weiß ich und ich würde sie nicht darum bitten, wenn es nicht von äusserster Wichtigkeit wäre. Mein Auftraggeber ist sehr an der Rückkehr dieser Person interessiert."
"Wieso das? Und wer ist ihr Auftraggeber?"
"Nun ja...ähm."
"Wir benötigen diese Informationen. Vertrauen sie uns, wie wir ihnen vertrauen."
Er ist ein ziemlich hohes Tier in der amerikanischen Rüstungsindustrie, die Person selbst ist..."
"Ein Spion!" sagte Scorpion Chris in diesem Moment und fing sich böse Blicke von Kenai und CAT ein.
"Nein. Es ist seine Tochter. 17Jahre alt, sie machte eine Afrikareise, als sie entführt wurde."
"Und weiter?"
"Wie sie selbst gesagt haben, ist es im Kongo nicht gerade sicher. Die Polizei hat anderes zu tun, als auf Amerikaner aufzupassen. Im Moment ist dort verdammt viel los. Leute reisen ein und aus und werden kaum kontrolliert."
"Aha, wir haben zwar die Waffen besorgt, aber wie wollen sie die in den Kongo schaffen, ohne dass wir kontrolliert werden und wir werden auch nicht so ohne weiteres einreisen können?"
DrKill hatte die Aufgabe übernommen den Fremden auszufragen.
"Oh doch, das werden wir. Und zwar hiermit."
Er griff in seine hintere Hosentasche und zog einen Umschlag hervor,
in diesen griff er hinein und holte vier Pässe heraus und gab jedem der Söldner einen.
DrKill bekam seinen zuerst und betrachtete ihn.
"Das sind amerikanische Diplomatenpässe! Wie sind sie an die gekommen?"
"Mein Auftraggeber hat gute Kontakte zu "der Firma", sie verstehen?"
"CIA, verstehe," sagte Hieb missmutig.
"Sie arbeiten also für den CIA?" fragte Barlmoro in diesem Moment.
"Nein, dann hätte ich das ihnen von Anfang an gesagt. "Die Firma" hat von mir nur eine E-Mail-Adresse und mehrere Kontonummern. Ab und zu erfülle ich Aufträge für sie, bin aber freiberuflicher Söldner."
"Verstehe. Und die Pässe?"
"Habe ich von einem Bekannten, der in der offiziellen Druckerei der Regierung arbeitet.
In etwa einer halben Stunde kommt hier ein großes Packet aus den USA an. Darin befinden sich mehrere Koffer mit dem offiziellen Logo der US Diplomaten, das verhindert, dass die Koffer überprüft werden und wir können unsere Waffen und unsere Ausrüstung darin transportieren."
"Hm, die Idee ist gut. Ich denke das könnte klappen."
"Sie übernehmen also den Auftrag?"
"Ja, das tun wir, oder Jungs?"
"Hm, bis jetzt hört sich das alles sehr vernünftig an. Ich würde sagen ja."
DrKill hatte für die anderen Söldner gesprochen und diese stimmten zu.
"Gut, kommen wir nun zu den Kosten:
Alle Spesen werden von mir übernommen.
Die Kosten für die vier Herren betragen für die zwei Wochen und drei Tage 239700 US Dollar. In diesem Umschlag befinden sich 125000 Dollar, dass ist die Hälfte von dem, was ich nach der erfolgreichen Beendigung des Auftrags insgesamt bezahlen werde. Der Rest ist Aufwandsentschädigung für sie."
"Für welche Aufgaben brauchen sie uns eigentlich?" fragte DrKill.
"Sie, DrKill, brauche ich als Scharfschütze.
Kenai, ihre Aufgabe ist ein Allrounderposten. Nahkampf, Entfernung, alles. Und wir müssen sie als Arzt einsetzen, ich kann nicht alles machen.
Scorpion Chris, die Befreiung findet nachts statt und wie ich hörte, ist ihr Umgang mit Messern beispielhaft.
CAT Shannon, sie kennen sich mit allen Arten von Waffen aus, sprechen mehrere Sprachen, und sind ein Experte für Nachteinsätze."
"Ok."
"Wenn das nun geklärt ist, würde ich gerne wissen, für welche Waffen sie sich entschieden haben. Es gab ja nur die Einschränkung, dass es schallgedämpfte MP´s sein sollten.
DrKill´s Waffe ist mir bekannt: Sein modifiziertes M24.
Scorpion Chris?"
"Mein Messer habe ich und eine MP5SD habe ich mir auch besorgt."
"Kenai?"
"Ich habe zwei schallgedämpfte Mac-10. Ich bin aber nicht sonderlich zufrieden damit."
"Ich weiss, dass sie lieber ein Gewehr mit einem Zielfernrohr haben, aber wir müssen dort höchstwahrscheinlich absolut lautlos sein."
"Dafür habe ich meine Beile."
"Hm, ok. CAT Shannon?"
"Meine Springfield Bureau Modell .45 ACP und eine Beretta 92 mit Schalldämpfer."
"Haben sie genug Munition besorgt?"
"Ja, jeder hat fünf Magazine."
"Das dürfte reichen."
"Wir könnten uns eigentlich duzen, wenn wir schon zusammen unser Leben aufs Spiel setzen. Was für eine Waffe verwendest du?
"Eine MP5K mit Schalldämpfer und für den Notfall ein H&K G21Y."
"Ein was?" fragte Scorpion Chris und auch CAT schien verwirrt.
"Eine von mir modifizierte Version des G21E, deshalb auch das Y im Namen."
"Und was ist das Besondere daran?"
"Es hat ein Zielfernrohr, einen Laserpointer und einen Talongranatwerfer.
Außerdem habe ich die Feuerkraft und die Schussfrequenz um einiges erhöht. Leider ist es jetzt sehr laut, das gleicht es aber durch seine enorme Kampfstärke wieder aus."
"Reichweite?"
"Gute 450 bis 550 Meter, bei einer extremen Durchschlagskraft."
"Nicht schlecht. Aber das wiegt doch bestimmt sehr viel, oder?"
"Ungeladen 14,5 Kilo, geladen 17 Kilo."
"Das macht einen nicht gerade sehr beweglich."
"Ich bin recht kräftig, aber bei einem Nahkampf ist es ein kleines Problem."
"Gut, wenn das alles geklärt wäre, würde ich sagen, dass wir unser Treffen hier beenden.
Die Koffer treffen bald hier ein. Der Flug geht morgen früh um acht Uhr, seit bitte schon um fünf Uhr am Flughafen."


27.09.99 14.30Uhr Ortszeit / Kongo / Kinshasa Flughafen

Bis auf Kenai waren alle pünktlich, er musste sich einen Vortrag von CAT anhören, wie wichtig Pünktlichkeit sei.
Mittlerweile waren sie auf dem Zielflughafen und warteten auf den Wagen, der sie zu ihrem Hotel bringen sollte. Ypsilon gab gerade noch einige Anweisungen.
"Also, wir sind amerikanische Geschäftsleute, die hier ein bisschen Großwild jagen wollen.
Kenai ist ein Großwildjäger, den wir als Führer angeheuert haben. Entschuldige mir diese Äußerung, aber man sieht ja, dass du schon Erfahrung mit Grosswild gesammelt hast."
Obwohl er sich schon im voraus entschuldigt hatte bekam er einen bösen Blick von Kenai zu spüren.
"Entschuldige, wenn ich störe," unterbrach in diesem Moment DrKill, der wohl Angst hatte, dass es Ärger gab.
"Was ist in diesem Koffer?"
"Das sind unsere Jagdgewehre. Wir werden in einem Safarihotel wohnen, von dort sind es nur zehn Meilen bis zu dem Haus, in dem die Geisel festgehalten wird. Wir werden das Haus mehrere Tage lang 24 Stunden am Stück observieren, damit wir wissen, was uns erwartet.
Ich habe einen Führer für uns organisiert, er wurde mir von einem "Bekannten" vermittelt und ist vertrauenswürdig.
In dem Hotel gibt es mehrere Appartementhäuser, von denen wir ein etwas abgelegenes bewohnen. Wir werden das Hotel immer mit einem Mietgeländewagen verlassen, andere Gäste werden nur die Jagdgewehre erkennen, denn in einer Kiste hinter der Rückbank werden wir unsere Ausrüstung lassen, so dass sie keiner sehen kann.
Wenn die Geisel befreit ist habe ich auch für sie einen Diplomatenpass, damit wir problemlos verschwinden können.
Hat noch jemand eine Frage?"
"Ja, ich!" CAT meldete sich zu Wort.
"Ich habe mir das mit den Diplomatenpässen noch mal durch den Kopf gehen lassen. Das wird doch auf jeden Fall auffallen, wenn da mehrere amerikanische Regierungsbeamte einreisen."
"Das stimmt vielleicht in jedem anderen Land, aber hier sind die Zollbeamten froh, wenn sie Amerikaner sehen, weil sie sich davon eine Verbesserung ihrer Situation erhoffen, da schauen sie nicht so genau hin, um ja keine Probleme zu machen. Die suchen mehr nach Rebellen und sind recht zugänglich nach einigen Spenden."
"Verstehe."
"Pardon, sind sie les Americans?"
Ypsilon drehte sich um und schaute nach unten. Vor ihm stand ein ungefähr 1,60m grosser alter Mann. Er lächelte und dabei konnte man sehen, dass er nur noch jeden zweiten Zahn hatte und die Restlichen waren gelb oder schwarz. Er machte einen Buckel und sein rechtes Auge war halb geschlossen.
"Kommt darauf an, welche Amerikaner sie suchen."
"Mujemba schickt mich."
"Gut, du hast uns gefunden! Können wir gehen?"
"Natürlich, lasst uns gehen."
Er drehte sich um und lief auf den Ausgang zu, ohne ihr Gepäck auch nur zu beachten.
"Was soll das denn? Wer trägt jetzt das Gepäck?" Scorpion Chris hatte anscheinend erwartet, dass ihr Fahrer sich um das Gepäck kümmern würde.
"Er ist nicht unser Träger, sondern unser Führer und Fahrer. Tragen musst du selbst," antwortete ihm Ypsilon.
"Tja, mein Freund, du willst doch deine Kraft trainieren, jetzt hast du die Chance dazu. Wenn du willst kannst du mein Gepäck auch noch haben, ich vertrag die Hitze doch nicht so." DrKill konnte es einfach nicht lassen, CAT und Kenai grinsten sich an.
Sie bestiegen einen Jeep und schon kurz darauf ging es Richtung Hotel.
"Hast du auch einen Namen?"
"Nennt mich Woody."

Etwa zwei Stunden und viele holprige Strassen später erreichten sie das Hotel.
Woody sah zu, wie sie ihre Koffer abluden und ins Haus brachten.
"Die Kiste, die ihr haben wolltet steht im Haus, Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt´s im Haupthaus. Wann soll ich mich wieder hier blicken lassen?"
"Morgen früh um acht."
"Alles klar, bis dann."
Ypsilon ging auf das Haus zu, drei Stufen, eine Veranda, dann der Eingang. Im Haus ein großer Hauptraum, fünf weitere kleinere Wohnräume und ein Bad.
Die Anderen hatten sich schon Zimmer ausgesucht und waren gerade dabei ihre Koffer auszuladen.
"Denkt daran: um 18 Uhr geht´s zum Abendessen, schaut euch in der Zwischenzeit etwas um, aber fallt nicht auf."
Ypsilon hatte alles ausgeräumt und seine Ausrüstung in die Kiste im Hauptraum gelegt, die Anderen taten dasselbe. Danach legte er sich auf sein Bett und wollte eine Stunde schlafen.
Das konnte er schon immer, er legte sich hin und war innerhalb von Sekunden eingeschlafen und er wachte nach genau der Zeit wieder auf, die er sich vorgenommen hatte.
So war es auch.
Scorpion Chris hatte sich in die Sonne gelegt, in Kanada war es dafür im Moment zu kalt.
CAT war spazieren gegangen, um sich etwas umzusehen.
Kenai und DrKill war es scheinbar zu heiß und sie setzten sich auf die Veranda und tranken ein Bier.
Der Rest des Tages verlief ohne besondere Ereignisse.


28.09.99 / 09.07Uhr Ortszeit / Irgendwo in der Gegend um Kinshasa

Die Söldner waren von Woody nach dem Frühstück abgeholt worden. Sie luden die Kiste auf den Jeep und fuhren los.
"Ach ja, bevor ich´s vergesse: He Ypsilon, hier ist das Spezialteil, das du haben wolltest."
Woody reichte ihm eine kleine Kiste, die er zu den anderen Waffen in die grosse Kiste legte.
"Was ist das denn schon wieder Ypsilon?"
"Das ist unsere Überraschung, falls es auf unser Rückfahrt vom Einsatz nötig ist schwere Geschütze aufzufahren. Eine LAW."
Scorpion Chris beschwerte sich auf der Fahrt, weil er in diesen spießigen Safariklamotten zu blöd aussehen würde. Er wurde jedoch von Ypsilon beruhigt.
"Wer schön ist, den kann nichts entstellen."
Sie fuhren von dem Weg mitten ins Gelände und hielten am Fusse eines Hügels an. Bis zur Spitze waren es ungefähr 50Meter, sie tarnten ihren Wagen und erklommen den Hügel.
Jetzt waren sie auf dem Hügel in der Nähe ihres Ziels.
"700 Meter, kann das sein?"
"Kommt ungefähr hin. Eine gute Entfernung für mein Scharfschützengewehr."
"Ok, passt auf. Kenai und DrKill bleiben hier. Schaut euch die Wege der Wachen an, zählt ein bisschen, sucht nach Schwachstellen in ihrer Bewachung und versucht herauszufinden wo die Geisel ist. Ihr bleibt zwölf Stunden hier, dann lösen CAT und ich euch ab.
Scorpion Chris, du kommst dann morgen früh mit Kenai dran.
Immer im Zwölf-Stunden-Wechsel, damit wir ihre Patrolienwege herausbekommen, wenn sie überhaupt welche haben.


04.10.99 / 12.49Uhr Ortszeit

Nach sieben Tagen Beobachtung hatte Ypsilon den ersten groben Plan erstellt.
Zu den zwei dauerhaften Beobachtern ging auch oftmals noch ein dritter Mann mit, der sich die Gegend zur Vorbereitung für seine eigene Aufgabe ansah.
DrKill suchte sich eine gute Schussposition, von der aus er genügend Teile des Anwesens sehen konnte.
Ypsilon arbeitete sich nachts an das Anwesen heran und brachte Sprengladungen an der Schutzmauer an, an jede Seite eine.
Er überprüfte auch die Höhe der Mauer und sah sich seine Gegner an.
Die Beobachter bekamen ab und zu ein Signal mit einem Laserpointer, damit sie wussten, wo er war. Sie konnten ihn nämlich trotz der Nachtsichtgeräte nicht immer im Auge behalten.
In der letzen Nacht war es einmal besonders eng.
Die beiden Beobachter bekamen ein Signal, schauten genauer hin und sahen im nächsten Moment zwei Wachen auftauchen, die genau neben Ypsilons Position anhielten.
Nach einer Minute gingen sie weiter und CAT und Kenai atmeten auf.

Später hielt Ypsilon eine erste Lagebesprechung ab.
"Also erst mal eine Beschreibung zum Anwesen:
Das Haupthaus hat drei Stockwerke: Erdgeschoss, 1.Stock und ausgebautes Dach.
Im ersten Stock ist eine Terrasse, die um das ganze Haus geht und halb von dem Dach verdeckt wird. Ungefähr 20 Meter von dem Haupthaus entfernt ist das Haupttor und daneben zwei kleine Hütten, in denen die meisten Wachen wohnen.
Das ganze Anwesen wird von einer 3,5 bis 4 Meter hohen Mauer umgeben.
Tag und Nacht laufen zwei Wachen darauf herum, aber jeweils auf der gegenüberliegenden Seite des anderen. Also, der Eine ist rechts vorne und der Andere ist links hinten.
Die Terrasse ist auf der Rückseite nur einen Meter von der Mauer entfernt, also ein guter Punkt, um in das Gelände zu kommen. Im Hof sind auch zwei Wachen, diese laufen aber immer so, dass sie sich gegenseitig im Auge halten können.
Eine weitere Wache sitzt auf dem Dach.
Zu den Wachen:
Es handelt sich um russische Söldner, aber keine ehemaligen Spezialeinheiten, dafür stellen sie sich zu dumm an. Ihre Bewaffnung besteht aus MP´s verschiedener Art.
MP5K, MP53, Mac-10, Uzi. So ein Zeug eben.
Der Typ auf dem Dach trägt ein Dragunov, ist also eine Gefahr für uns.
Etwas erfreuliches gibt es aber:
Die Kerle tragen alle wegen der Hitze keine Schutzwesten und verwenden nur Hohlspitzmunition, wie wir. Aber wir haben Schutzwesten, an denen HS-Kugeln ja nicht gerade viel ausrichten. Unsere Kugeln machen dafür umso mehr Schaden.
Morgen legen wir nachts los, ich werde mir in der Zwischenzeit etwas ausdenken."

05.10.99 / 16.30Uhr Ortszeit

Die Söldner hatten sich an dem großen Tisch im Wohnzimmer versammelt und hörten sich Ypsilons Plan an.
"Also gut. Ich habe ja schon mit jedem von euch gesprochen, ob ihr diese Aufgabe übernehmen könnt oder wollt. Jetzt müssen auch die Anderen wissen, was ihr macht.
Das Auto stellen wir wie immer am Fuße des Hügels ab.
DrKill bleibt auf dem Hügel und hält alles mit seinem M24 im Auge. Das Visier mit dem Restlichtverstärker hilft ihm dabei.
Er kann die Vorderseite des Hauses, und den vom Haupthaus aus gesehen linken Teil des Hofs einsehen.
Der Rest von uns geht hinten über die Mauer und auf die Terrasse."
Wir warten unten an der Mauer bis die Wache kommt und setzen sie dann außer Gefecht.
Ab hier muss alles schnell gehen. Kenai und CAT klettern aufs Dach und erledigen den Scharfschützen. Scorpion Chris geht links ums Haus herum und ich warte an der Ecke, bis die zweite Wache auftaucht.
Wenn diese erledigt ist, klettere ich auf die Terrasse und laufe nach vorne.
Die Wachen werden mit einem Stein in eine Richtung gelockt, Chris tötet den Einen und ich den Anderen.
Dann geht´s ins Haus. Kenai und CAT übers Dach, Scorpion Chris und ich über die Terrasse.
Denkt daran lautlos zu arbeiten, wir haben Kehlkopfmikros, ihr braucht also nicht nach euren Kameraden zu rufen.
Wir suchen das Mädchen und verschwinden so schnell wie möglich wieder auf die Terrasse und über die Mauer auf der Rückseite.
Wenn etwas schief geht, tritt Plan B in Kraft:
Kenai und CAT stürmen zur Vorderseite und erledigen die Wachen, die aus den kleinen Hütten kommen.
Scorpion und ich suchen dann weiter das Mädchen.
Wir erledigen in beiden Fällen alle Gegner, die wir finden.
Wenn wir sie haben, sprengen wir die Mauer an mehreren Stellen und verschwinden durch eins der Löcher.
Dann rennen wir zum Wagen, DrKill gibt uns dann Rückendeckung, wenn wir ertappt werden hilft er uns sowieso.
Das war´s. Hat noch jemand eine Frage?
(einträchtiges Schweigen)
Niemand? Ok, dann legt euch hin und schlaft noch etwas. Ich habe meinen Wecker gestellt und wecke euch um 22.30Uhr. Dann überprüft jeder noch mal seine Ausrüstung, trägt Tarnfarben auf und wärmt sich auf.
Um 23.00Uhr holt uns Woody ab, der Einsatz beginnt um Mitternacht."


06.10.99 / 22.27Uhr Ortszeit

Alle machten sich für den Einsatz fertig. Ypsilon zog seine Spezialrüstung an.
Eine Spectraweste, die mit irgendeinem Mittel stabiler gemacht wurde. Die Weste war nahezu unzerstörbar. Der Stoff, aus dem seine Kleidung bestand war ebenfalls unanfällig gegen Treffer.
Er hatte mal ein Stück dieses Stoffs in einen Rahmen gespannt und darauf geschossen. Der Stoff gab zwar nach, zerriss aber nicht. Da gab es bei einem Treffer höchstens einen blauen Fleck. An manchen Stellen war jedoch sogar das gefährlich. Deshalb hatte er ebenso stabile Schutzteile wie in der Weste am Knie, am Schienbein, wenn er lange Klamotten anhat, trug er sogar Ellenbogenschützer. Noch der Helm dazu, dann war er geschützt wie ein Panzer.
Die Kerle in der US Forschungseinrichtung, aus der er es hatte, schauten bestimmt sehr blöd, als sie merkten, dass ihre neueste Entwicklung weg war. Ypsilon grinste.
Dann legte er eine Halterung an. Mit dieser Halterung konnte er mit der linken Hand seine G21Y-Magazine nehmen, die Talongranaten konnte er genauso greifen.
Auf dem Rücken hatte er seinen Rucksack und rechts davon eine Trageschlaufe, in der er sein G21Y verstauen konnte. Es war so gemacht, dass er es schnell und problemlos ziehen, es aber nicht heraus fallen konnte, egal was er tat.
Noch etwas Tarnfarbe ins Gesicht und auf die Arme, die Ausrüstung überprüft und fertig.


06.10.99 / 23.59Uhr Ortszeit

Die Söldner pressten sich an die Mauer und warteten darauf, dass Ypsilon das Signal zum Angriff gab.
Die Wache kam, Kenai machte sich bereit, um Ypsilon nach oben zu drücken.
Die Wache ging vorbei, Ypsilon gab das Zeichen, Kenai drückte ihn nach oben und er zog sich lautlos auf die Mauer. Mit drei Schritten stand er hinter dem Soldaten und erledigte ihn mit dem Messer. Dann zog er Kenai und CAT nach oben. Kenai hatte in dieser Zeit Scorpion Chris nachgeholt. Scorpion lief nach links auf der Mauer entlang, Kenai und CAT gingen aufs Dach und Ypsilon kletterte auf die Terrasse, um die zweite Wache von dort aus auszuschalten. Er wartete bis sie neben ihm auf der Mauer war, dann sprang er hoch und rammte ihm sein Messer ins Genick und ließ ihn zu Boden fallen. Danach schlich er nach vorne und warf einen Stein Richtung Haupttor. Die Wachen reagierten wie das letzte Mal, als er einen Test gemacht hatte.
Sie liefen auf die Quelle des Geräuschs zu, ohne sich umzuschauen und das war ihr Fehler.
Scorpion sprang leise von der Mauer und erledigte den Hinteren, Ypsilon erschoss den Vorderen.
Chris lief über die Eingangstreppe auf die Terrasse, sie öffneten die Tür und drangen in das Haus ein.
"Hier Team eins, wir sind drin."
"Team zwei, wir auch."
"Team drei. Alles ruhig, gut gemacht bis jetzt."
"Verstanden. Verhaltet euch nach dem Plan."
"Verstanden."
"Verstanden."
Team zwei überprüfte das Dachgeschoss, fand aber nur Lagerräume. In einem Raum fanden sie auch mehrere ausgestopfte Tiere. Kenai kochte, er würde besonders brutal zu diesen Kerlen sein.
"Team zwei. Hier oben sind nur Lagerräume. Wir gehen jetzt ins Untergeschoss."
"Negativ. Es gibt keine Treppe im Haus, um da runter zu kommen. Ihr müsstet also aussen herum.
Und es gab nur ein verschlossenes Fenster und das war im ersten Stock.
Kommt hier runter und überprüft den Westflügel."
"Verstanden."
Chris und Ypsilon schlichen über den Flur und lauschten, ob sich etwas tat, aber es war alles ruhig.
Plötzlich hörten sie aus einem Raum wälzende, schnaufende und knarrende Geräusche, als ob sich jemand zu befreien versucht. Die Tür befand sich in einem schmalen Seitengang und war dort die einzige Tür.
Sie öffneten sie leise und sahen...
...ein Pärchen beim Liebesspiel. Sie waren anscheinend beide Wachen, aber sie waren zu sehr mit sich beschäftigt, um auf die Söldner zu achten.
Ypsilon grinste, die Beiden waren ganz schön in Fahrt.
Er schloss die Tür leise und beriet sich mit Scorpion.
"Die kommen bestimmt nicht raus bevor die Nacht vorbei ist."
"Außer wenn jemand Alarm schlägt und ich hab keine Lust mich in alle Richtungen zu verteidigen. In den Hütten über dem Hof und im Untergeschoss sind schon genug Kerle, da brauch ich keine mehr hier."
"Und was willst du machen? Willst du da rein gehen und sie kaltblütig erledigen?"
"Nein. Hm, ich habe da eine Idee."
Ypsilon nahm seinen Rucksack ab und holte eine Landmine hervor.
"Was hast du vor?"
"Wirst du gleich sehen."
Er hatte hinter der Tür eine Beschädigung an der Wand entdeckt. Anscheinend schlug der Türgriff immer dagegen, wenn die Türe geöffnet wurde.
Ypsilon befestigte die Landmine mit Klebeband so an der Wand, dass der Türgriff genau auf den Auslöser schlagen würde.
"Wenn Alarm ausgelöst wird, werden sich die Beiden schnell anziehen und aus dem Raum rennen, die Tür wird gegen die Mine schlagen.
Den Rest kannst du dir denken."
CAT und Kenai überprüften im Westteil einige Räume, in einem waren zwei Wachen. Kenai zog seine Beile, CAT hob die Beretta. Kurz darauf waren die Wachen Geschichte.
Team eins hatte mittlerweile eine Stahltür entdeckt, die jedoch verschlossen war.
"Scheiße! Das ist bestimmt ihre Zelle. Wir brauchen den Schlüssel!"
Ypsilon sah sich noch einmal um und Scorpion ging weiter. Er ging um eine Ecke und stand plötzlich einem Soldaten gegenüber. Beide waren recht überrascht, Scorpion Chris reagierte etwas schneller, tötete den Soldaten, aber auch dieser konnte einen Schuss abgeben, mit einer MP53. Die Kugel traf zwar nichts, aber der Schuss war extrem laut.
Jetzt hatten sie ein Problem!
"Plan B! Ich wiederhole: Plan B! Bestätige Team zwei!"
"Verstanden. Wir gehen zur Vorderseite, hier ist eh alles sauber."
DrKill lag auf dem Hügel und wartete. Die Anderen waren schon beinahe 15Minuten in dem Haus. Plötzlich hörte er einen Schuss, es war etwas schief gelaufen. Er legte an und suchte sich sein erstes Ziel.
Chris und Ypsilon hörten einige Soldaten und zogen sich in einen dunklen Raum zurück.
Sie wussten nicht wie viele es waren und ihnen lief Schweiß über das Gesicht. Ypsilon sah in Scorpions Gesicht, er war angespannt und hochkonzentriert, aber in seinen Augen konnte er höchste Erregung sehen. Er konnte in den Augen anderer Menschen lesen wie in einem Buch, während man in seinen Augen nichts erkennen konnte.
Dann hörten sie Schüsse von der Vorderseite. Team zwei hatte mit Plan B begonnen. Die Wachen rannten jetzt in die andere Richtung, wieder an der offenen Tür vorbei. Chris und Ypsilon sprangen heraus und eröffneten das Feuer. Die fünf Soldaten hatten keine Chance, ohne Schutzwesten gegen HS-Munition.
"Ok, dass war der letzte Raum auf diesem Stock, den wir noch nicht kontrolliert haben."
"Team zwei. 1.Stock sauber. Alles okay bei euch?"
"Uns geht´s ganz gut, aber beeilt euch, das werden immer mehr."
"Los Chris, jetzt nehm ich für die Stahltür meinen Universalschlüssel.
Hier die MP5K kannst du haben. Ich nehm jetzt mein G21Y."
Sie liefen zur Stahltüre, aber diese war geöffnet. Durch die Tür konnte man den linken Teil des Zimmers nicht sehen und es war dunkel darin, während der Flur beleuchtet war und Licht durch die Tür in den Raum fiel.
Scorpion Chris sicherte den Flur und Ypsilon machte einen kleinen Schritt in den Raum und sah sich um, das G21Y entsichert in der Hand. Das Mädchen saß gegenüber der Tür an der Wand, ihre Hände waren mit Handschellen an ein Metallrohr gefesselt und sie hatte einen Knebel im Mund. Sie sah sehr ängstlich aus, Ypsilon wusste nicht, ob das an dem lag, was sie erlebt hatte, an der Schiesserei draußen oder am plötzlichen Auftauchen von ihm.
Plötzlich sah er, dass sie nicht ihn ansah, sondern an ihm vorbei, auf die andere Seite der Tür.
Das konnte nur eins bedeuten.
Ypsilon drehte sich um, stellte auf Feuerstossmodus und schoss.
BOUMBOUMBOUMBOUMBOUM
Das Gewehr war wirklich sehr laut, aber sehr effektiv.
DrKill lag auf dem Hügel und half immer noch dabei den Hof zu "reinigen".
Da hörte er mehrere extrem laute Schüsse.
"Aha, so hört sich also Ypsilons Gewehr an."
Chris sah Ypsilon an: "Das war ja wirklich laut." Dieser ging langsam um die Tür herum und lächelte fing an zu grinsen.
Der Kerl trug als einziger eine Schutzweste, eine Spectraweste, aber die half ihm nichts.
Sie wurde genauso wie die zehn Zentimeter dicke Stahltür locker durchschlagen.
Alle fünf Kugeln waren in seinen Brustkorb eingedrungen und hatten ihn durchdrungen. Ein Grossteil seines Blutes spritzte an der Wand hinter ihm und er selbst war auch beinahe drei Meter nach hinten geschleudert worden.
Ypsilon nahm den Schlüssel vom Gürtel seines Gegners und öffnete damit die Handschellen des Mädchens.
"Ihr Vater schickt uns keine Sorge, Miss."
Er nahm das Mädchen an der Hand und zog es mit sich, sie rannten zum Ausgang zu Kenai und CAT.
Was sie dort sahen war nicht sonderlich erfreulich:
Es lagen zwar schon viele Leichen auf dem Boden aber es rannten noch beinahe zwanzig Wachen über den Hof und es kamen immer noch mehr aus den Hütten und aus dem Untergeschoss. Außerdem wurden sie von den Kerlen beschossen, das Geländer und der Boden der Terrasse war schon ganz zerschossen, aber Gott sei dank war noch niemand verletzt.
"Chris, kümmer dich um die Kleine! Ich misch hier mal mit. Nimm die Fernbedienung hinten aus meinem Gürtel, dreh den Hebel um und drück auf die eins."
Er tat wie es ihm gesagt wurde und im nächsten Moment gingen mehrere Sprengladungen hoch. Rechts von ihnen, in der Richtung in der ihr Wagen stand flog die Mauer genau neben der Terrasse in die Luft.
"Da müssen wir raus, macht euch langsam auf den Weg. Chris steck die Fernbedienung zurück, ich hab jetzt beide Hände voll zu tun."
Er legte mit diesen Worten an und eröffnete das Feuer.
CAT und Kenai feuerten weiterhin, Scorpion begann ebenfalls zu feuern, während sie sich auf das Loch in der Mauer zuarbeiteten.
Nach wenigen Sekunden waren die ersten 15 Wachen erledigt, Ypsilon stellte das Feuer ein und zielte auf eine der Hütten.
Der Talon ging los, die Granate flog und schlug genau durch das Fenster ein.
Ein Knall, einige Schreie, aus dieser Hütte kam keiner mehr.
Sie erreichten das Loch, Ypsilon blieb stehen, der Rest kletterte von der Terrasse und rannte los.
Ypsilon schoss noch eine Talongranate ab, dann sprang er von der Terrasse und rannte ebenfalls los.
Er erreichte die Anderen schnell, den das Mädchen konnte mit dem Tempo der Männer nicht mithalten.
Das G21Y spuckte wieder einige Geschosse und hinderte ihre Verfolger daran zu ihnen durch das Loch zu kommen, wer es dennoch tat, wurde von den großkalibrigen Kugeln regelrecht zerfetzt. Die Wachen gaben jedoch einige Blindschüsse ab und einer dieser Kugeln traf Ypsilon genau am Hinterkopf. Der Helm hielt zwar das Geschoss auf, aber sie schlug so ungünstig ein, dass er benommen zu Boden sackte. CAT rannte mit dem Mädchen weiter, Scorpion und Kenai sprangen zu Ypsilon. Kenai zerrte ihn auf die Beine und Scorpion gab Feuerschutz.
Sie erreichten die Spitze des Hügels, DrKill verließ seinen Posten, sie rannten zum Wagen und fuhren los. Woody hatte schon, als sie oben am Hügel auftauchten den Motor angelassen.
Sie hatten kaum die Straße erreicht, als hinter ihnen drei Jeeps auftauchten und das Feuer auf sie eröffneten. Ypsilon hatte sich wieder erholt, aber seine Augen waren noch etwas glasig.
"Fahr schneller!" schrie CAT.
"Wie stellst du dir das vor, DAS ist schon die Höchstgeschwindigkeit."
"Na toll, sterben wir eben jetzt, gegen Jeep-MG´s haben wir keine Chance."
CAT wusste eben wie er seinen Kameraden Mut zusprechen konnte.
Sie erreichten einen Hohlweg und Ypsilon öffnete die große Kiste, in der sie bis zu dem Einsatz ihre Waffen gelagert hatten.
"Jetzt ist es Zeit für die kleine Kiste, oder besser gesagt für ihren Inhalt. Ihr könnt die Ausrüstung, die ihr nicht mehr mitnehmen wollt in die Kiste legen."
"Warum das?"
"Einen Moment bitte."
Ypsilon öffnete die Kiste und holte eine LAW hervor, dann stieg er auf den Überrollbügel und hielt sich mit seinen Füssen daran fest.
Er zielte und schoss. Der vordere Jeep wurde direkt getroffen, flog durch die Luft und landete genau auf der Strasse, so dass die anderen beiden nicht mehr vorbei konnten.
"Ok, das wäre erledigt. Mit so was kann ich eben umgehen.
Ach so, noch was. Hier ist einer meiner "Spezialpässe" für die Kleine.
Passt auf, es ist jetzt kurz nach eins, bis um zwei werden wir im Hotel sein. Während Woody unsere Ausrüstung wegbringt packen wir. Wischt euch die Tarnfarbe aus dem Gesicht und zieht euch was Unauffälliges an. Woody holt uns um drei Uhr ab, dann sind wir um vier am Flughafen, unser Flug geht um sieben Uhr, ihr wisst ja wie lange das einchecken dauern kann."
"Warum hauen wir sofort ab? Wir können doch auch bis morgen früh warten."
"Können wir nicht. Die Kerle werden bestimmt auch zum Flughafen fahren und dort auf uns warten. Wenn wir jetzt sofort gehen, haben wir noch einen kleinen Zeitvorteil. Ich hab nämlich keine Lust auf einen Hinterhalt am Flughafen, oder auf dem Weg dorthin."


07.10.99 / 12.40Uhr Ortszeit / Irgendwo in der Luft

Die meisten der Söldner schliefen, als eine Stewardess zu Ypsilon kam und ihm sagte, dass er am Bordtelefon verlangt wurde.
Als er zurückkam waren die Söldner wach und sahen einige Sorgenfalten in seinem Gesicht.
"Was ist los?"
"Grr, die Kerle wollen mich übers Ohr hauen. Es hieß, dass ich das restliche Geld auf meine Konten überwiesen bekomme, wenn der Auftrag erledigt ist.
Das Flugzeug macht in Frankfurt nur eine Zwischenlandung und fliegt dann weiter nach London.
Dort hätte ich dann bei einem Verbindungsmann angerufen und ihm gesagt wo er das Mädchen findet.
Jetzt soll ich die Kleine direkt an einen Verbindungsmann übergeben und bekomme von ihm das Geld.
Und ich fresse einen Besen samt Putzfrau, wenn das keine Falle ist. Aber denen werd ich´s zeigen.
Wir treffen uns dann am 9. um 12 Uhr beim B&HMP."


07.10.99 / 16.23Uhr / London Heathrow

Einige CIA-Leute standen in der Empfangshalle, einen konnte man sofort an seiner Kleidung erkennen, die anderen konnte nur ein geschultes Auge bemerken. Ein alter Mann in einer Uniform des Personals ging auf den CIA-Agenten zu und schob dabei einen großen, abgedeckten Gepäckwagen vor sich her.
"Sind sie einer der Typen vom CIA?"
"Ähm..."
"Ich soll ihnen das hier geben."
Der Alte schob ihm einen Zettel zu, auf dem stand:

Sie kriegen mich nicht! Ich habe diesen Herrn hier angesprochen, damit er ihnen diese Nachricht überbringt, er selbst hat nichts mit der Sache zu tun.
Nehmen sie den Umschlag mit dem Geld und werfen sie ihn in den Lüftungsschacht links von ihnen, dann erfahren sie, wo das Mädchen ist.

Dem Agenten blieb nichts übrig, als sich zu fügen. Er tat, wie es ihm gesagt wurde und ging dann zu dem Alten zurück.
"Wo ist sie jetzt?"
"Genau vor ihnen."
Mit diesen Worten zog er die Plane von dem Wagen und das Mädchen lag darauf. Sie sprang auf und schaute den Agenten an. Im selben Moment explodierte in einem Mülleimer hinter ihnen eine kleine Sprengladung. Sie war zwar sehr laut und stark genug, um den Inhalt des Eimers im Umkreis von einigen Metern zu verteilen, aber sie war nicht stark genug, um jemanden zu verletzen. Dennoch gab es in der Halle ein riesiges Durcheinander, weil die meisten dachten, dass es ein Bombenattentat war und nun schnell das Gebäude verlassen wollten. In diesem Trubel verloren die CIA-Agenten den Alten aus den Augen.
Er ging in den Keller und öffnete die Tür zu einem Abstellraum. Er trat ein und sah, dass der Lüftungsschacht offen war. Er hörte eine Stimme hinter sich.
"Wie ich sehe hat alles geklappt. Nicht umdrehen, sonst müsste ich sie töten."
"Alles hat geklappt, wie sie es gesagt haben."
"Gut, hier haben sie was für den Aufwand."
Er drückte ihm einen 100Dollar-Schein aus seiner eigenen Börse in die Hand und verschwand.
Kurz darauf fuhr ein großer Mann mit dem Zug nach Dover, dann mit der Fähre nach Calais.
Dort stieg er in eine BMW-Limousine und fuhr Richtung Deutschland.


09.10.99 / 11.57Uhr Ortszeit / Frankfurt

Der selbe große Mann betrat das Gebäude, in dem der B&HMP seinen Sitz hat.
Dieses Mal wurde ihm sofort die Tür geöffnet und er wurde direkt in das Büro gelassen.
"Da bist du ja endlich. Ich hatte schon Angst, dass wir unser Geld nicht bekommen."
Kenais Art von Humor gefiel Ypsilon.
"Das Geld habt ihr schon längst auf einigen eurer Konten. Kurz nachdem ich es bekommen habe wurde es auf der Bank am Flughafen eingezahlt. Dann wurde es überwiesen, aufgeteilt, mit anderem Geld zusammengelegt, wieder aufgeteilt, weiter überwiesen, in andere Währungen getauscht und so weiter.
Das System wird auch von der NSA benutzt, da findet auch das CIA nichts mehr."
"Kannst du auch Geld von anderen Konten holen und auf unseres überweisen, ohne dass man es zurückverfolgen kann?"
"Natürlich kann ich das. Aber das mach ich nicht, das ist illegal."
"Also so legal waren deine Methoden auch nicht."
"Ich wollte mich vor allem noch mal bedanken, dass ihr mir so vertraut habt, obwohl ihr mich vorher nicht gekannt habt."
"Und du hast dich bewährt."
"Danke, darf ich jetzt bitte um die Pässe bitten?
"Nun gut, ich hab schon wieder einen neuen Auftrag und muss los.
Wollt ihr noch was sagen."
"Ja," Barlmoro meldete sich zu Wort.
"Hören wir wieder was von dir?"
"Wer weiß? Vielleicht brauch ich wieder mal eure Hilfe."


Von Ypsilon


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[ Druckerfreundliche Version ] Letze Änderung: 22.07.2001