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Jagged Alliance 2 Basis ( Ja2 )
Biographien --> Meltdown Teil 1


Meltdown`s Leben Teil 1:


Meltdown

05.07.1998 - Australien, Chicago, La Isla, Los Angeles

1. Australien
Die Schildkröte hatte sich in den dichten Seegraswiesen an der reichlich vorhandenen Nahrung gütlich getan. Gemächlich setzte sie sich in Bewegung um ihren Luftvorrat an der nur zwei Meter entfernten Wasseroberfläche wieder aufzufüllen. Langsam glitt sie aufwärts. Im letzten Moment bemerkte sie plötzlich einen von hinten heranfliegenden Schatten. Mit einer für das ansonsten recht behäbig wirkende Tier ungeahnten Geschwindigkeit versuchte sie sich in die relative Sicherheit des Seegrases zu retten. Sie hatte es fast geschafft, da erfolgte eine flüchtige Berührung zwischen den Meeresbewohnern.
Dabei büßte die Schildkröte ihr rechtes Hinterbein ein. Dank der extrem langsamen Blutzirkulation dieser Spezies würde sich die Wunde schließen bevor sie verblutete. Doch der Weg an die Wasseroberfläche - in Zukunft war er noch gefährlicher.

Einige hundert Meter entfernt streifte der Jäger auf der Suche nach weiterer Nahrung durch das Meer. Nachdem er sich wenig später an einer unvorsichtigen Seekuh gütlich getan hatte, bewegte sich sein fast fünf Meter langer Körper in Richtung Osten - diesen Kurs würde der Tigerhai in den nächsten Tagen beibehalten.

2. Chicago/USA
Harvey Ringelton ärgerte sich maßlos. Seit mindestens 10 Jahren hatte es niemand mehr gewagt in diesem Ton mit ihm zu reden. Was bildete sich diese Kriminelle eigentlich ein, ihm, dem Vorsitzenden des Federal Bank Consorts of Middle West, zu drohen. „Geldwäsche - nicht mit mir.“ Entschlossen griff er zum Telefon, sollte sich gefälligst die Polizei von Chicago mit der größenwahnsinnigen Irren rumärgern. Auf jeden Fall würde er vorsorglich Polizeischutz für seine Töchter beantragen. Zwanzig Minuten später war alles notwendige veranlaßt. Beruhigt begab er sich zu Bett.

3. La Isla/Pazifik
Isabella „Adios“ Reitman, der Spitzname stammte noch aus ihrer Zeit als Auftragskillerin, hängte leicht belustigt den Hörer ein. Der verdammte Bonze dachte doch tatsächlich er hätte eine Wahl. Leise sagte sie in den leeren Raum „Keicho“. Wie erwartet stand ihr persönlicher Leibwächter wie aus der Luft gezaubert vor ihr. Zufrieden musterte die Rauschgifthändlerin ihren Schatten. Der Ninja, von der japanische Yakuza vermittelt, kostete sie mehr als die gesamte vierzehnköpfige Wachmannschaft der Insel. Aus dem schwarzen Kampfanzug blickten ihr zwei stahlharte, leicht geschlitzte braune Augen ausdruckslos entgegen. Über den Schultern waren die Griffe der Zwillingsschwerter zu erkennen, im schärpenartigen Gürtel steckten ein Nanchaku und vier Wurfdolche. Aus Erfahrung wußte „Adios“, das dort außerdem mehrere Shuriken und eine Würgeschlinge untergebracht waren.
Ruhig erteilte sie ihre Anweisungen. Keicho nahm das Todesurteil ohne erkennbare Gefühlsregung zur Kenntnis, verneigte sich kurz und verschwand schnell und lautlos wie er gekommen war.
Adios überlegte, dann beschloß sie den Abend in ihrem Lieblingsraum zuzubringen.
Dort nahm sie zufrieden den Ausdruck von Angst in den Augen des wartenden Mädchens zur Kenntnis. Ihr Blick ruhte für einen Moment auf dem perfekten Körper, wanderte dann langsam über das reichhaltige Sortiment von Folter- und Stimmulationsgeräten. Ihre Wahl fiel auf einen Elektroschocker.
Kurz darauf zerrissen verzweifelte Schmerzschreie die Stille der Nacht.

4. Los Angeles/USA
Meltdown konnte es nicht glauben, gestern noch hatten diese Filmfuzzies sie in den höchsten Tönen für ihren mutigen Einsatz (siehe Lebenslauf Raider) gelobt, und heute - die Kündigung.
Im Nachhinein konnte sie nicht mehr feststellen ob Conchita gequatscht oder der verdammte Bengel sich ausgeheult hatte. Jedenfalls waren die Schauspieler der Meinung, dass eine Nanny, Leibwächterin hin oder her, den mißratenen Sprößling nicht schlagen dürfe. Daher war sie, mit einer saftigen Abfindung versehen, vor die Tür gesetzt worden.

Egal - mit Männern hatte sie noch nie Glück gehabt. Warum sollte das mit einem 8jährigen Knirps anders sein. Jetzt hatte sie wenigstens wieder ihre beiden Glock 18 am Körper. Bitter überlegte sie, dass Waffen sowieso die einzigen verläßlichen Freunde einer Frau seien.
„Ah, Meltdown - heute mal auf Gefühl eingestellt“ sagte sie leise Richtung Spiegel und beschloß, die billige Absteige, in der sie untergekommen war, zu verlassen, um noch einen kleinen Nachtspaziergang zu machen. Das würde die bösen Gedanken vertreiben.

Die vor dem Hotel herumlungernden Latinos, die sich hüteten diese Irre nochmals zu belästigen, nicht beachtend, begann sie ihren Spaziergang. Doch es gelang ihr nicht aus der Melancholie herauszukommen, gegen ihren Willen mußte sie an ihre Kindheit denken.

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Normas Leben (1)
Als Norma Jessop am 13.01.1972 in einem kleinem Kaff in Minnesota geboren, so begann die ganze Scheiße. Meine arme Mutter Sybill, was hat sie nicht alles für mich erduldet. Selbst erst sechzehn Jahre jung, da hat mein scheinheiliger Drecksopa sie vor die Tür gesetzt. Nur weil sie mit mir im siebten Monat schwanger ging und keinen Vater vorweisen konnte. Die Leute, was sollen die Leute von uns denken. Als Hure hat er sie beschimpft, sein eigen Blut verleugnet - wegen der Leute. Scheißkerl!
Mein Erzeuger - ... auch der feige Arsch hat sie sitzenlassen.
Doch Sybill, ja sie war eine Kämpferin - von irgendwem muß ich das ja haben. Mit 45 $ in der Tasche hat sie sich aufgemacht nach Las Vegas, getrampt, zwischendurch gejobbt - nette und miese Leute kennengelernt. Bestimmt hat sie mir nicht alles erzählt? Doch in Minnesota war Schluß, Klein Norma war ungeduldig. Hab ich zum Glück heute besser im Griff, rege mich nicht mehr so schnell auf, ... oder...?
Im Krankenhaus hat sie diesen Assistenzarzt kennengelernt. Hat ihr zwei Wochen schöne Augen gemacht, dann - der Hammer. Wollte, das sie mich verkauft - nur unter dieser Bedingung würde er sie Heiraten. Doch so dumm war sie nicht, ...Männer - alles Scheißkerle. Also weiter nach Vegas, fast jeden Job angenommen um uns durchzubringen.
Mit fünf blieb ich allein zu Haus, sie hatte es geschafft - Tanzgirl in einem der Glitterpaläste; Beine schwingen für die besoffenen Schweine mit den immergeilen Augen. Nichts für mich, weiß schon warum ich bin was ich bin, aber ich bin ja allein; keine Verantwortung heißt keine Unterwerfung.
Mit sieben dann - mein erster guter Daddy. Der einzig nette Mann in meinem Leben, brachte mir bei wie man die Jungs in der Schule niedermacht. Guter Trick, das mit der Tür - zwei Armbrüche, dann hatten die Boys es kapiert - Klein Norma läßt sich nicht ärgern. Brachte mir auch bei wo man hintritt wenns sein muß, naja - damals brauchte ich das noch nicht.
Und seine Waffen, als Sicherheitsmann des Casinos hatte er eine Menge Ahnung davon, diese Sammlung, wirklich der beste Kerl in meinem Leben. Aber ich durfte nie ran, erst an meinem zehnten Geburtstag brachte er mir das Schießen bei, sie schenkten mir zwei Derringer. Klasse Dinger, den ganzen Tag schoß ich damit auf Scheibe - nur das Nachladen war lästig; und immer nur ein Loch, dazu kaum sichtbar. Nach zwei Wochen kam ich drauf - beide auf einmal abfeuern macht mehr Krach, aber bis ich dann auch mal mit beiden die Scheibe getroffen habe - das dauerte. Später, war ich schon zwölf ?, nahm er mich mit in die Wüste, Mann, der konnte schießen - und ich durfte üben, durfte all seine Waffen ausprobieren. Den ersten Burst werde ich wohl nie vergessen.
Leider war die schöne Zeit am 13.01.1985 beendet. Hätte ich nicht Geburtstag gehabt, meine Mom wäre nie so unvorsichtig gewesen. Seine Waffen nützten ihm gar nicht, keine in Griffweite - das wird mir nie passieren. Innerhalb weniger Sekunden waren sie tot. Eine Warnung der Mafia an den Casinobesitzer. Wollte wohl kein Schutzgeld zahlen.
Leben ist Zufall.
Über mich sind sie zu zweit hergefallen, Gewalt und Sex, das sind Männer. Immerhin ließen sie mich Leben; kamen noch nicht mal bis zum Auto, dann ließ ich die AK für mich sprechen. Heute würde ich das nicht mehr tun, würde sie zuerst fragen wer sie geschickt ...... .

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„Nein, das könnt Ihr doch nicht machen. Laßt das - bitte tut das nicht -ich werde alles klären!!“

Jäh wurde Meltdown durch die panische Stimme eines Mannes aus ihren Gedanken gerissen. Die Stimme kam aus einer Seitengasse. Ohne zu zögern rannte Norma hinein - war zwar ein Mann, aber auch die Affen hatten manchmal Hilfe verdient.
Sie hatte einen normalen Straßenraub erwartet, doch das sah anders aus. Am Boden lag ein blonder gutausehender Kerl, der ängstlich in den Lauf einer Mac schaute. Zwei Männer, ein Latino und ein Schwarzer, standen vor ihm. Während der eine ihn in Schach hielt, öffnete der andere gerade einen Benzinkanister.
Sie zog ihre Glock`s, richtete aber nur eine auf die Männer, während sie den anderen Arm locker herunterhängen ließ, die Waffe kaum sichtbar direkt am Bein verborgen. Sie schnarrte eisig „Aufhören“.
Die beiden schauten überascht zu ihr. Als sie das triumphierende Grinsen des einen sah, war ihr klar, dass der Aufpasser jetzt hinter ihr stand.
Männer - besser ausgedrückt Blödmänner - wußte doch jeder, dass bei so ner Sache immer einer Schmiere steht. Als sie hinter sich die Stimme vernahm („Chica, Du solltest Dich nicht in...“) wußte sie wo der Gegner stand und schoß mit der bisher locker herabhängendenen Waffe fächerartig nach hinten in Richtung Schienenbeine. Die sofort einsetzenden Schmerzschreie bestätigten den erwarteten Erfolg. Zwei Sidesteps, dann hatte sie alle drei Gegner im Auge. Der Wachtposten war in Schienenbein und Fuß getroffen worden; vorerst nur mit sich selbst beschäftigt.
„Verschwindet, aber laß die Mac hier.“
Das ließen sich die beiden nicht zwei mal sagen. Noch immer ungläubig staunend und mit einer Mischung aus Angst und Bewunderung im Blick, gingen sie an Meltdown vorbei zu ihrem Kumpan und halfen ihm auf die Beine. Langsam verschwanden die drei in der Dunkelheit. Blondie rappelte sich hoch. „Vielen Dank, da will man für seine Chefin ein paar neue Leibwächter anheuern und dann so etwas“ sagte er mit ruhiger fast amüsierter Stimme.
Meltdown nahm leicht verwundert zur Kenntnis - die Angst des Mannes vorhin war nur vorgetäuscht gewesen.. Sie war plötzlich überzeugt davon, dass er die Situation auch alleine bereinigt hätte. „Wie sieht der Job aus - Leibwächter mein ich, haben sie wirklich eine Chefin?“

Kurze Zeit später waren sich die beiden einig. In drei Tagen würde Meltdown mit dem Mann, sein Name war Tom Tombs, auf eine wunderschöne Insel fliegen und dort ihre neue Brötchengeberin kennenlernen, eine Rumänin. In den nächsten Stunden würden ihr zwar Bedenken kommen, doch sie hielt sich im Allgemeinen an ihre Zusagen.

Tom hatte von einem Auftrag gesprochen, den er am übernächsten Abend für einen japanischen Geschäftspartner erledigen würde. Sein schönes Gesicht hatte dabei ein gewinnendes Lächeln produziert. Doch die blauen Augen waren ausdruckslos und kalt wie Stein geblieben.

Weiterlesen (2. Teil)


(c) Kenai


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