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Paladin - Zyklus 3: Der Wiederstand
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Teil 2 - Auf der Flucht


"Dr. Kimble, bitte in den OP..."

Mark rannte. Nicht, weil es ihm besonders Spaß machte, sondern aus purer Notwendigkeit. Denn hinter ihm rannten etwa ein halbes Dutzend Polizisten auf der gleichen Strecke wie er - und wenn man Mark etwas gut beigebracht hatte, dann, dass man Rennen mit der Polizei tunlichst gewinnen sollte. Also rannte Mark. Nicht besonders schön, nein, er wäre der erste, der zugeben würde, das seine Sprinttechnik nicht gerade elegant war. Aber er war schnell genug, er war seinen Verfolgern voraus und er hatte nebenbei noch Zeit genug, um seine Situation im Detail zu überdenken.

Natürlich kann sich der geneigte Leser denken, das Marks Einschätzung über ein schnell gezischtes "Scheiße !" nicht hinaus kam.

Sekunden wurden zu Minuten, Minuten zu Sekunden, und aus einem kleinen Sprint wurde ein Marathonlauf. Unter geringfügig anderen Umständen hätte sich Mark einfach hinter die nächste Ecke geworfen und mit seinen Waffen in die grobe Richtung der Ordnungshüter geballert. Natürlich sollte er als Paladin möglichst keine Menschen umbringen (und wenn, dann wenigstens nicht so öffentlich), aber das hätte ihn in diesem Augenblick wohl wenig interessiert. Schwerwiegender war allerdings die Tatsache, das er nur eine Waffe besaß.

Und eine Waffe ist zwar gut, aber zwei wären besser. Und wo wir schon dabei sind, nimmt man besser gleich ein halbes Dutzend, denn wenn man schon mal eine Waffe braucht, ist für Nachladen keine Zeit.

Nun wäre eine Waffe an sich noch nicht so ein Reinfall, wenn es denn eine vernünftige Waffe wäre. In dieser Hinsicht konnte man die CZ75 nicht wirklich als effektiv einordnen. Sicher, für eine 9mm Pistole ist sie eine extrem gute Konstruktion, aber gegen mehrere Gegner mit Körperschutz kann man mit einer Pistole wirklich nicht viel ausrichten, das ist schon eher ein Fall für ein Sturmgewehr. Wie gesagt, daran war die Waffe nicht schuld, aber im Endeffekt machte sie keinen besonders positiven Eindruck.

Während sich die Waffenkonstrukteure also immer noch mit der Entwicklung einer kompakten, aber tödlichen Waffe abmühten, nahm Mark die nächste Ecke und rettete sich mit einem gekonnten Stolpern in das nächste Haus. Unter Zuhilfenahme seines linken Fußes verpasste er der Tür hinter sich einen kräftigen Tritt und kam dann bäuchlings auf dem Boden zu liegen. Das hätte bei jedem anderen Menschen wie ein dummes Ungeschick ausgesehen, aber Marks Aura verlieh der Bewegung eine gewisse Grazie und Ausdrucksstärke, die weit über das komische Moment hinausgingen. Einfacher ausgedrückt, niemand außer ihm konnte eine so gute Figur dabei machen, auf die Schnauze zu fliegen.

Hinter ihm wurde die Tür verriegelt - ohne das sie jemand angefasst hätte.

"Wer war das ?"
"Los Mark, steh auf. Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit."

Mark folgte der Anweisung. Die Stimme kam ihm entfernt bekannt vor. Während er versuchte, wieder zu Atem zu kommen, trat der Sprecher ins Licht, eindeutig als der Latein-Amerikaner identifizierbar. Allerdings nicht für Mark, den die ganze Situation geringfügig beängstigte. Mark hob seine Waffe und richtete sie auf sein Gegenüber.

"Ich hasse es, mich zu wiederholen. Also, wer bist du und was soll der Mist ?"
"Mark, wirf den Schrott weg, wir haben Wichtigeres zu besprechen."
"Einen Moment...Azuriel ? Du bist es !"

Mark entledigte sich der Waffe durch simples Loslassen und stürmte auf den überraschten Engel zu, um ihn zu umarmen. Azuriel ließ Mark gewähren, versäumte jedoch nicht, seine Überraschung ob Marks Reaktion in einen diskussionswürdigen Gesichtsausdruck umzusetzen.

"Ja ja, schon gut, das reicht jetzt."
"Ich bin echt froh, dich in einem Stück zu sehen. Obwohl ich dein Aussehen etwas anders in Erinnerung hatte."
"Kunststück, du erinnerst dich überhaupt nicht mehr an mein Gesicht, weil du es im Himmel nie gesehen hast. Jegliche menschenartige Eigenschaften meiner Person dort oben hast du dir - um mal Klartext zu reden - einfach zusammengereimt und eingebildet."

Mark löste seinen Griff, trat einen Schritt zurück und brachte sein Gesicht in eine aufrechte Position.

"Du hast ein echtes Talent, mich aufzuheitern."
"Später, ok ? Wir haben wichtigere Dinge vor uns."
"Ich weiß nicht, ob dir das aufgefallen ist, aber ich renne hier quasi nackt rum."
"Ach ja, deine Waffen. Liegen da hinten auf dem Tisch, ich hab sie aus der Wohnung geholt bevor die AdS ihre Säuberungseinheit reingeschickt hat."
"Du hast über diese Idioten Bescheid gewusst ?"
"Die ganze Zeit lang, ja."
"Und sie nicht einmal erwähnt ?"
"Ich wollte dich nicht beunruhigen."

Marks Talent für plötzliche Stimmungsschwankungen brach aus; er holte mit seiner Faust aus und war kurz davor, Azuriels Nase zu reorientieren.

"Hey, nicht so schnell ! Überleg dir das ! Ich meine, schau mal, es gibt doch sicher hier irgendwo Gesetze gegen tätliche Angriffe auf Heilige ! Nein !"

Zwei Sekunden später lag Azuriel auf dem Boden und war um die Erfahrung körperlichen Schmerzes reicher.

"Autsch ! Verdammter..."
"Und da sagt man, Fluchen sei Sünde." Marks Lächeln war von kurzer Dauer und diente nur als Zwischenphase, bevor seine Gesichtsmuskeln entgleisten und ihm ein Schrei des Schmerzes entfuhr.
"Mist, hast du ne Stahlplatte im Schädel ?"
"Nein, du verweichlichst bloß."
"Ich zeig dir gleich, was weich und was hart ist ! Dein Schritt und mein Stiefel !"

Azuriel richtete sich wieder auf, während Mark den Schmerz aus seiner Hand zu schütteln versuchte.

"Ich hoffe, das du dich jetzt besser fühlst. Wir haben noch sehr viel vor uns. Wir müssen deinen Hausdämon..."
"Sharon für dich."
"Ja gut, wir müssen Sharon befreien, die Armee der Sterblichen aus dem Konflikt entfernen, vier Siegel finden, die Verschwörung hinter der Geschichte aufdecken..."
"Sonst noch was ?"
"Ja, wir müssen uns dem Teufel stellen und ihn lange genug beschäftigen, um seinen Plan zu vereiteln, aber eins nach dem anderen."

Für den Bruchteil einer Sekunde war auf Marks Gesicht ein Ausdruck von Verwunderung zu lesen, bevor er sich wieder dem Schmerz in seiner Hand zukehrte.

"Ich weiß nicht, ob dir das schon aufgefallen ist, großer Feldherr, aber ich bin jetzt wieder ein einfacher Sterblicher. Du musst die Sache alleine durchziehen."
"Du hast Ausbrüche deiner Macht erlebt, das weiß ich. Neben der Kraft, die dir vom Himmel geliefert wurde, hast du auch durch das Töten von Dämonen Kraft erhalten. Du musst nur lernen, wie man sie richtig benutzt."
"Sekunde, meine Macht steigt, wenn ich Dämonen töte ? Muss ich ihnen dazu den Kopf abschlagen ? Kann es nur Einen geben ?"

Azuriel verpasste den Witz und setzte zur Antwort an.

"Nein. Woher hast du denn den Blödsinn ?"
"Ach, Schuss ins Blaue."
"Hab mich schon gewundert, worauf du hinaus wolltest."

Nachdem Mark seine Ausrüstung requiriert hatte - mit einem ungesunden Lächeln auf den Lippen, das nur vom Halten eines Schrotgewehrs verursacht werden konnte -, setzte sich das Duo in Bewegung. Ohne Geld, ohne Kontakte und ohne Idee, wie sie aus der Stadt verschwinden sollten.

Von Gatac


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[ Druckerfreundliche Version ] Letze Änderung: 26.11.2001