Jagged Alliance 2 Basis Logo

General
  latest News
  News archive
  Suche
  Shop
  Biographien
  War Stories
  Chat
  Forum
  Best of Forum
  Gästebuch
  Interviews
  Links
  Teds
  Impressum
  Contact


JA2:UB
  About
  Downloads
  FAQ
  Maps
  Söldner
  Tutorials
  Waffen
  Walkthrough

JA2
  About
  BSE Test
  Cheats
  Demo
  Downloads
  FAQ
  Pics
  Söldner
  Taktiken
  Training
  Waffen
  Walkthrough
  Werkstatt

JA:DG
  Downloads





WEBCounter by GOWEB

Ein ganz gewöhnlicher Tag


Lynx ließ sich die Sonne auf seinen Rücken scheinen. Es war heiß und trocken und der Sand von der Straße wirbelte Unmengen von kleinen Steinen in die Luft, da ein heftiger Wind durch die Straßen blies.

Es war ruhig hier in der Stadt Grumm. Lynx legte sich gelassen aufs Dach hin und beobachtete ein paar Vögel, die dabei waren, die Brotabfälle einiger Spaziergänger zu essen.

Eine Weile lag er so da, und dachte über den Auftrag und über die Geschehnisse nach. Es war so viel passiert. Enrico Chivaldori hatte sie geschickt, um dass Land von einer Diktatorin namens Deidranna zu befreien. Sie hatten bereits zwei Städte von den Schergen Deidrannas befreit. Die erste Stadt war Chitzena gewesen, die andere Grumm. Und jetzt lag er hier, als Scharfschütze postiert und guckte seelenruhig den Vögeln zu.

Igor und Ivan waren auf der anderen Seite der Stadt und sollten die Mine bewachen. Er selber musste nur aufpassen, dass hier kein Gegner ungestraft durchkam. Lynx holte seinen gefundenen Walkman raus und stopfte die Stöpsel in seine Ohren.

Ein kleines Lüftchen wirbelte weiter den Sand auf und die Vögel ließen erschrocken von ihren Broten ab.

Reaper durchstreifte derweil die Straßen und befand sich inmitten von Attraktionen. Zum einen gab es Bars, die nicht überall vorhanden sein sollten, so lange er den Menschen hier glauben konnte. Dann gab es noch einen Saal mit Billard und wunderbare Mädels. Auch hier war es heiß und Reaper musste immer wieder seinen Helm abnehmen, um seinen klebrigen Schweiß, der sich auf der Stirn bildete, abzuwischen.

Mit langsamen und gemütlichen Schritten ging er hinüber zur Bar, die noch sechs Stunden offen stand. Da er Zeit und Lust hatte, wollte er sich noch ein kühles Bier gönnen.

Igor und Ivan standen an der Mine Wache, die sehr wertvoll für den Trupp war, da dies die einzige gute Mine war, die sie bisher erobern konnten, die gut mit Silber und Gold zugedeckt war. Ivan genehmigte sich einen Schluck aus seiner Flasche die er sogleich seinen Neffen rüber reichte, der sie dankbar entgegennahm. Auch hier war alles ruhig. Die beiden Russen hatten es sich auf zwei großen Steinen gemütlich gemacht und ließen sich die Sonne auf ihre Nacken scheinen.

Vor ungefähr drei Stunden hatten sie einen gewissen Hamous getroffen, der einen Eiswagen als Begleitung mit hatte. Da er gerne wieder als Söldner arbeiten würde und den beiden Eis umsonst anbieten würde, hatten es sich die beiden Verwandten nicht zweimal sagen lassen, ihn zu dem günstigen Preis anzuheuern. Hamous befand sich während der ganzen Zeit in seinem Eiswagen und kühlte sich, bei dieser Hitze sehr verständlich.

Ein Geräusch brachte Igor und Ivan aus ihrer wohlverdienten Ruhepause. Die beiden hörten etwas knacken, als ob im Dickicht jemand auf einen Ast getreten war. Beide zuckten zusammen. Vorsichtig verkroch sich Igor hinter seinem Felsen und spähte in die Richtung des Geräusches. Ivan holte sein Fernglas, das an seiner Gürtelschnalle befestigt war und legte sich ebenfalls hinter einen Felsblock. Er ließ sein Fernglas hin und her schweifen, konnte aber nichts Verdächtiges sehen. Trotzdem blieben die zwei für eine Weile noch hinter den Felsen. Langsam verstrichen die Minuten. Wieder ein Geräusch. Jetzt schon dichter. Diesmal guckte Igor durch das Fernglas.

Aber da war wieder nichts. Oder hatte er sich eben nicht getäuscht. Er ließ das Fernglas wieder nach rechts schweifen und sah einen grün, braunen komisch aussehenden Gegenstand, der auf der Erde lag

und sich bewegte.

"Ivan, schau!" Er reichte das Fernglas Ivan und zeigte ihm die Stelle. Auch Ivan bemerkte diese komische Gestalt, die sich langsam vorwärts bewegte. "Gut gemacht, Neffe", lobte ihn Ivan. Auf Einmal sah Ivan, dass sich die Gestalt hinter einem Felsen versteckte. Jetzt war es kein Zweifel mehr: dieses etwas war ein Mensch. Ein Mensch in Tarnfarbe. Und Ivan wusste auch, warum die Person sich so schnell verkrochen hatte. Die Sonne hatte sich in dem Fernglas gespiegelt und die Person geblendet.

"Schnell Igor, gib mir ein wenig Muni und reich mir deinen Schalldämpfer! Wir müssen schnell sein, der Gegner ruft sicherlich seine anderen Kumpanen."

Igor holte beides aus seinem Rucksack und überreichte es Ivan. Er befestigte den Schalldämpfer an seinen Commando und füllte ihn nach. Jetzt beschmierte sich Ivan mit Tarnfarbe und gab Igor den Rest.

"Los, folg mir! Nimm dein Gewehr in deine Hand und komm dann!"

Beide robbten auf dem Boden um nicht gesehen zu werden und schlichen zu dem Felsen, hinter dem sie den Gegner zuletzt gesehen hatten.

Als die beiden vor dem Felsen angekommen war, holte Igor aus seinem Rucksack eine Senfgasgranate und schmiss sie über den Felsen. Ein kurzes Stöhnen und erstickendes Husten zeigten, dass der Gegner sich noch hinter dem Felsen befand.

Zu Ivan gewandt flüsterte Igor: "Wenn wir Glück haben, hat er keine Gasmaske auf." Ivan deutete seinem Neffen an, leise zu sein und kroch vorsichtig seitwärts an dem Felsen vorbei, um ins Sichtfeld des Gegners zu kommen. Er hatte Glück. Der Gegner lag auf dem Rücken und bekam fast keine Luft mehr; er war nur noch am Röcheln und husten. Dies nutzte Ivan aus und presste seinen Lauf an die Stirn des Gegners und drohte: "Sag, hast du deinen Kumpanen Bescheid gegeben, dass wir uns hier befinden?" Als der Gegner keine Anstalten machte, zu reden holte Ivan sein Messer aus seinem Gurt und drückte es an seines Gegners Kehle, so dass ein Blutstropfen herausquoll.

"Rede schon, oder ich schneide dir eigenhändig deine Kehle durch!" Das half. Der Feind sagte alles, was Ivan wissen wollte: "Ich...Ich...hab keinem Bescheid gesagt!", presste er hervor. Auf Ivans Gesicht machte sich ein Grinsen breit und mit einem hämischen Lachen durchschnitt er die Kehle. Ein Röcheln war zu hören, dann spuckte der Feind Blut und Igor und Ivan wussten, dass er tot war. "Und was ist, wenn er nicht die Wahrheit gesagt hat?" fragte ihn Igor. "Dann haben wir Pech gehabt, oder wir müssen den anderen Bescheid geben." Auf einmal ertönte eine Stimme neben dem Toten. "Nr.3 hörst du uns, wir haben deine Anweisungen befolgt und sind weiter vorgeschritten. Wie du uns mitgeteilt hast sollen hier nur drei Söldner sein. Einen haben wir in einem Eistruck gefangen genommen. He,......hörst du uns??? Hallo? Nr.3 so antworte doch!" Mit seinem Messer durchschnitt Ivan das Kabel, so dass nur noch ein Rauschen zu hören war.

"Also hat er doch gelogen!" schimpfte Ivan. "Komm, wir müssen jetzt gucken, wie viele hier sind! Zuvor sage ich den anderen noch mal Bescheid, dass sie aufpassen sollen!"

Beide kehrten zurück zum Mineneingang. Als sie an den beiden Felsen ankamen, flogen ihnen zwei Schüsse entgegen. "Verdammte Scheiße!" Igor warf sich hinter den vorderen Felsen, während sich Ivan hinter dem anderen Deckung suchte. Wieder zischten Kugeln durch die Luft und prallten an den Felsen ab. Igor sah, dass die Kugeln aus dem Eistruck kamen. Also mussten sie Hamous gefangen genommen haben und hatten im Eistruck auf Igor und Ivan gewartet, um deren Rückkehr mit Kugeln zu begrüßen.

Aus seinem Rucksack holte Ivan seine H&K raus und versuchte sich mit dem Fernglas in dem Truck zu orientieren. Das gleiche tat auch Igor. Ivan bemerkte einen Kopf hinter einer Fensterscheibe. Er gab Igor ein Zeichen und beide schossen auf den Gegner. Igor würde wohl nie den Anblick vergessen, den er da sehen musste. Der Kopf explodierte regelrecht und durch die große Durchschlagskraft der beiden Gewehre, zersprang er in tausend Teile und das Blut verteilte sich in dem ganzen Raum. "Mir wird ganz anders!" murmelte Igor, konnte sich aber dennoch beherrschen. Die Gegner hatten wohl genug, denn jetzt tauchten zwei auf, einer hielt eine Pistole hinter der Stirn von Hamous und der andere zwang ihn, weiter nach vorne zu gehen. "Ihr zwei da", schrie der Gegner Igor und Ivan an, "gebt uns die Mine und wir lassen den Burschen laufen! Seid ihr damit einverstanden?" Die beiden starrten sie mit finsteren Blicken an. Igor bemerkte, wie die Feinde angestrengt in ihre Richtung sahen und auf einmal fiel ihm auf, dass die Sonne sie blendete. Leise und ohne Aufsehen zu erzeugen holte er sein Fernglas hervor, und dann ging alles ganz schnell. Igor hielt das Fernglas in das Gesicht des einen Gegner für ungefähr drei Sekunden und bevor der andere begriff, was mit seinem Freund geschah, hielt Igor das Fernglas in die Richtung des anderen und auch er wurde geblendet. Ivan hatte sofort begriffen und durchlöcherte die beiden hintereinander ohne Hamous zu treffen. Beide fielen sofort tot um und gaben keinen Laut mehr von sich. Nur eine Blutlache, und zwei zerfetzte Körper zeigten, was von ihnen übrig geblieben war.

Plötzlich hörten Igor, Ivan und Hamous ein Motorengeräusch und als sich Hamous ruckartig umdrehte, mussten sie sehen, wie der Truck losfuhr. Und dann sah Hamous in das Gesicht eines Gegners, der einen Schuss auf ihn abgab. Hamous stöhnte und fiel zu Boden. Ein Streifschuss hatte ihn am Kopf getroffen. Sofort waren Ivan und Igor zur Stelle, nachdem sie sich von ihren Schrecken erholt hatten.

Ivan ahnte schon, dass die Gegner (er wusste nicht wie viele es waren) in Richtung Stadt fahren würden. Er musste unbedingt Reaper und Lynx noch warnen, bevor die Soldaten sie erreichen würden.

Ein Rauschen ging durch Lynx Mikrofon und er hörte Ivans Stimme:

"Lynx! Uns hat eben ein Trupp bei der Mine angegriffen. Leider sind uns ein paar erwischt, die, so hat es den Anschein, sich mit unseren Eiswagen in Richtung Stadt begeben. Sag Reaper Bescheid, dass er auf die Straße aufpassen soll! Wir werden gleich nachkommen, soweit wir Hamous zusammengeflickt haben."

Jetzt war es für Lynx vorbei mit der Ruhe. Er holte seine Stöpsel vom Walkman aus den Ohren und packte beides sorgfältig wieder in seine Tasche. Über Funk berichtete er Reaper, was Ivan ihn eben gesagt hatte und stellte sofortige Vorkehrungen ein.

Aus seinem Rucksack holte er den Ständer für sein Gewehrlauf heraus und montierte an ihm noch ein Zielrohr an, so dass er die Gegner, wenn sie hier durchkommen sollten, aus sicherer Distanz töten konnte.

Reaper hörte den Funkspruch von Lynx und sorgte dafür, dass sich die einzelnen Spaziergänger und die Leute, die sich auf der Straße befanden, sich in Häusern zurückzogen, damit, wenn es zu einem Blutbad kommen sollte, keine Unschuldigen verletzt oder gar getötet werden. Danach begab er sich in eine Bar um dort besser gedeckt zu sein. Aus seinem Rucksack holte er sich eine MP und ein Scharfschützengewehr. Beides bestückte er mit Munition, bevor er sich vor dem Fenster breit machte.

Noch war alles ruhig. Die Straßen waren verlassen und keine Menschseele befand sich mehr hier. Nur ab und zu flogen Vögel vorbei oder Hunde, die kläffend miteinander spielten. In der Bar jedoch, herrschte Aufregung. Zivilisten versteckten sich unter Tischen und versuchten sich mit Stühlen zu schützen. Anscheinend hatte er mit seiner Warnung mehr Aufregung verbreitet, als Ruhe. Aber so lange sie Reaper nicht behindern würden, würde alles glatt gehen.

Reaper holte sein Fernglas raus und suchte die Straße nach merkwürdigen Zeichen ab. Natürlich fand er nichts? Was sollte er auch sehen? Gegner die auf der Straße in Richtung Stadt gehen würden? Schließlich wussten sie ja, dass hier noch mehr Feinde auf sie lauern würden, als bei der Mine und würden sich dementsprechend auch verhalten.

Plötzlich bemerkte er eine kleine Staubwolke ganz hinten an der Straße. Anscheinend waren die Gegner doch leichtsinniger als er dachte. Durch das Fernglas konnte er beobachten, wie ein Eiswagen anhielt und dann drei Personen aus dem Auto sprangen. Geduckt lief einer in ein Haus und war dann nicht mehr zu sehen. Die anderen zwei rannten geradewegs auf die Bar hinzu, waren aber noch etliche Meter weit entfernt. Schnell informierte Reaper Lynx über Funk, dass die Feinde bereits angekommen waren.

Leise sprang Lynx von dem Dach herunter. Hier hatte er nicht soviel Überblick auf den Anfang der Stadt. Schleichend und geduckt bewegte er sich von Haus zu Haus um nicht entdeckt zu werden zu einem nahgelegen Schuppen, gegenüber der Bar, in der sich Reaper befand. Er hielt sich an der Dachkante fest und zog sich nach oben. Selbst diese kleine Kraftanstrengung brachte ihn, wegen den heißen Sonnenstrahlen ins schwitzen.

Hier hatte er einen guten Überblick und sah durch sein Zielrohr, dass die zwei Burschen nicht mehr weit von ihrer Position waren. Er zoomte heran und sah den Kopf des Gegners genau vor sich. Wenn er sich beeilte, konnte er ihn noch erwischen, bevor der Feind in ein Haus schlich. Dann würde es die Lage ein bisschen verkomplizieren. Lynx drückte ab und der erste Feind lag zu Boden und war sofort tot. erschrocken drehte sich der andere zu seinem Kumpanen um. Lynx beobachtete, wie er Panik bekam und zoomte nun auch den an. Er wusste, dass er ihn nicht töten durfte, da sich einer noch im Haus befand. Und den musste er raus locken. Also schoss er ihn ins Bein, so dass ein Schrei die Straßen erfüllte und der Gegner heulend zu Boden fiel. Lynx zoomte abermals, diesmal in den Arm des Liegenden. Wieder ertönte ein Aufschrei. Nun musste er nur noch abwarten, bis der andere zu Hilfe kam.

Minuten verstrichen. Nichts war zu sehen, außer dem Gegner, der auf der Straße lag und wimmernd sein Bein und seinen Arm festhielt. Ein Lüftchen wehte und kleine Sandsteine flogen in die Luft. Jetzt sah Lynx einen Schatten aus einem Haus hervortreten. Geduckt lief die Person zu seinem Freund um sie, so hatte es der Anschein, zu verarzten. Auf diese Situation war Lynx vorbereitet. Zwei hintereinander folgende Schüsse gab er ab. Die eine Kugel traf den Liegendem in die Seite und die andere in den Hals des herankommenden. Voll Schrecken ergriff der Gegner seinen Hals, spuckte Blut; dann war auch sein Leben vorbei.

Ein Zeichen von Lynx machte Reaper klar, dass alles gut gelaufen war. Reaper nahm sein Fernglas zur Hand, um sicher zu gehen, dass keiner mehr hier war. Doch als er am Anfang der Straße zurück blickte, fiel ihm auf, dass der Truck verschwunden war. Anscheinend war dies nur eine Falle gewesen. Und sofort ertönten Schreie aus den umliegenden Häusern. erschrocken drehte sich Reaper um und erblickte Männer, die in die Häuser eingedrungen waren und einzelne Passanten heraus stießen. Er hörte, wie Frauen anfingen zu kreischen und die Kinder heulend wegrannten. Über Funk meldete Reaper die Szene Lynx, obwohl er bereits wusste, dass Lynx dies auch sah. Um nicht gesehen zu werden, beschmierte sich Reaper mit Tarnfarbe und öffnete vorsichtig die Tür. Von draußen konnte er sehen, wie der Eistruck am Ende der Straße stand und fünf oder mehr Gegner durch die Straßen liefen oder in die Häuser rannten. Im Truck mussten wohl doch mehr Gegner gewesen sein, als sie angenommen hatten. Und es sah so aus, als wären die Feinde von hinten herum in die Stadt eingedrungen, wo sie keine Wachen aufgestellt hatten.

Er sah, wie Lynx sich vom Dach runter bewegte und in seine Richtung geduckt lief.

"Puh", flüsterte Lynx zu Reaper, "das sind mehr Gegner als ich dachte. Das klügste wird wohl sein, wenn wir den anderen Bescheid geben, dass sie sich beeilen sollen!"

"Das wird wohl kaum nötig sein.", erwidertet Reaper. "Schau, da kommen sie. Ich werde den über Funk sagen, dass sie sich leise verhalten und dann rüberkommen sollen."

Wenige Minuten tauchten Ivan, Igor und Hamous, der einen Verband um seinen Kopf trug vor Reaper und Lynx auf.

"Wir werden die Gegner einkreisen müssen", sagte Lynx zu seinem Team. "Da sich die meisten in den Häusern befinden, werden wir erst die draußen erledigen und anschließend die im Haus. Ich werde mich dazu auf das gegenüberliegende Dach stellen, und von dort aus sie per Scharfschütze ausschalten, wenn sie raus rennen." Mit diesen Worten schlich sich Lynx an der Hauswand entlang zu dem angekündigten Dach.

Ivan und Hamous versuchten sich schleichend an die linke Seite des vorderen Haus zu bewegen, wo drei Feinde patrouillierten. Reaper und Igor bewegten sich auf das rechte Haus zu. Diese drei Feinde sollten ein Kinderspiel für uns werden, dachte sich Reaper mit einem hämischen Lächeln. Er und Igor waren nun an der Hauswand und beobachteten die Routen der einzelnen Feinde. Sie waren so dicht dran, dass sie ihre Stimmen hören konnten und der Zigarettenqualm, von dem vorderen in ihre Nasen stieg. Reaper wartete ab, bis auch Hamous und Ivan sich an dem gegenüberliegenden Haus befanden, dann holte er und Igor je eine Granate aus ihren Taschen und machten ein Zeichen, dass sie bereit wären. Ivan und Hamous holten ihre Sturmgewehre und als auch sie bereit waren ging alles blitzschnell. Igor und Reaper warfen ihre Granaten in die Mitte, als die drei draußen stehenden Feinde sich in ihrem Patrouilliengang fast berührten. Die Granaten explodierten regelrecht aus allen Seiten und die Gegner wurden mehr als einen Meter nach hinten geworfen. Durch die große Durchschlagskraft der Granaten, lagen sie blutend am Boden und konnten sich nicht mehr rühren. Dies nutzten Ivan und Hamous aus. Sie rollten sich von der Hauswand ab, genau vor den am Boden liegenden Feinde und durchlöcherten sie mit ihren Sturmgewehren. Blut spritze und übrig blieben nur drei durch fetzte Körper und deren Teile.

Schnell, um nicht gesehen zu werden, warf sich jeder hinter eine Hauswand und beobachtete das gegenüberliegende Haus.

Stimmen wurden hörbar. Natürlich wusste jeder vom Team, dass dies nicht zu überhören war, was sie hier veranstaltet hatten. Und dies war ja auch ihr Plan gewesen. Zuerst die von draußen plattmachen und abwarten, bis die Gegner ihre Häuser verlassen würden.

Lynx sah von oben auf das gegenüberliegende Haus hinab. Gegner liefen hin und her und ab und zu tauchte ein Kopf vor dem Fenster auf. Anscheinend hatten die restlichen Feinde gemerkt, dass draußen etwas nicht stimmte.

Auf einmal ging die Tür auf und gebückt lief ein Feind nach draußen auf die Straße. In seiner Hand hielt er eine Granate. Lynx bekam eine Idee. Wenn er schon so leichtsinnig ist, dachte er, soll ihm auch ein besondere Tod zustehen. Er zoomte die Granate an und drückte ab. Ein Schrei ertönte und der Körper durchsauste die Luft und landete wieder auf den staubigen Boden. Der Kopf war ganz entstellt von dem Gegner und sein Arm ähnelte einer Erdbeere, auf die einer draufgetreten ist. Sicherlich würden die Feinde jetzt klüger miteinander umgehen, nachdem, was sie gesehen haben.

Ein klirren brachte Lynx aus seiner Überlegung und gleich darauf flog ein Gegenstand durch die Luft auf die untere Hauswand hinzu. Etwas explodierte und Lynx hörte ein Stöhnen und dann plumpste etwas zu Boden. Kriechend beugte er sich über das Dach und sah, dass Igor, Ivan und Hamous bewusstlos auf den Boden lagen.

Plötzlich hörte er ein jaulen und gröhlen und als er sich ruckartig umsah, konnte er erkennen wie drei weiter Feinde (es mussten mehr sein, als sie angenommen hatten) mit Sturmgewehren und Maschinenpistolen beladen auf sein bewusstloses Team losrannten. Sie gaben sich nicht mal die geringste Mühe, leise zu sein, sondern taten eher das Gegenteil.

Lynx hob sein Scharfschützengewehr auf und robbte sich vorsichtig an die Kante des Daches. Die Feinde hatten bereits Igor, Ivan, Hamous und Reaper umstellt und gröhlten nur noch lauter. Einer nahm sein Messer aus seinem Gurt und fügte jedem von Lynx Team eine Wunde in den Hals hinein. Ein anderer trat die anderen und boxte Igor so heftig in den Magen, dass er noch weniger Luft bekam und kurz darauf war sich zu übergeben. Jetzt hatte Lynx genug gesehen. Anscheinend waren die Feinde die unterste Klasse von Deidranna, sonst hätten sie gemerkt, dass sich einer noch auf dem Dach befand. Da die Feinde zu sehr um Igor, Reaper, Hamous und Ivan standen konnte er es nicht riskieren eine Granate zu werfen. Da fiel ihm ein, dass er außer Granaten ja noch die Rauchgranaten bei sich hatte. Leise löste er die Rauchgranate aus seiner Schnalle, um die Feinde von ihrer Feier nicht abzuhalten, nahm den Stöpsel heraus und warf sie geradewegs in die Mende. Sofort verstummte das Gröhlen und er konnte sehen, wie verstört die Gegner aussahen, als die Rauchgranate ihnen die Sicht nahm. Nun konnte er seelenruhig den Feinden ihre Köpfe wegblasen, ohne dass sie etwas sehen konnten. Doch so leicht würde es auch nicht werden. Denn außer dem Rauch konnte er auch fast nichts sehen. Das Gas hatte sich zu schnell ausgebreitet. Aber er versuchte es trotzdem. Mit seinem Scharfschützengewehr zoomte er an einen Kopf heran, von dem er ausging, dass er einem Feind gehöre. Sein Zeigefinger drückte ab und er hatte Glück. Blitzschnell war der Kopf von seinem Körper gelöst. Dunkles Blut bildete sich auf den Sand. Erschreckend durch den Laut und durch das Blut, was auf die Straße floss, schrien die anderen beiden Gegner auf. Da Lynx die beiden aber nicht so gut sehen konnte; eigentlich überhaupt nicht, wie den davor, ließ er es bleiben und wartete, bis sich der Rauch sich gelegt hatte.

Nach wenigen Minuten, konnte Lynx wieder klar sehen und der Rauch war verschwunden. Doch außer seinem Team, was jetzt halb zur Besinnung kam, sah er keinen mehr. Die Gegner mussten sich ohne eine Geräusch zu machen, verschwunden sein. Er suchte die ganze Gegend mit seinem Fernglas ab, konnte aber nichts sehen.

Etwas traf ihn am Kopf und er kippte nach hinten. Der Schlag war wohl etwas zu doll gewesen, denn er blieb für drei Sekunden auf den Rücken liegen. Als er aber die Augen öffnete, sah er neben sich einen Stein, und er schmeckte Blut, was von seiner Schläfe aus in den Mund lief. Er hatte Glück gehabt das es nicht schlimmer gekommen war. Vor ihm jedoch sah er eine Person die ihn mit einem hässlichen Lächeln ansah. Der Gegner hatte ein Messer auf ihn gerichtet und starrte ihn mit hasserfüllten Augen an. "Du wirst jetzt sterben!" sagte er mit ruhiger Stimme und wollte zustechen, doch Lynx nutzte die Chance, dass der Feind genau über ihn war und hob sein Bein mit einem mächtigen Stoß in des Gegners Weichteile. Sofort verrenkten sich die Augen und ein leises Stöhnen kam von seinen Lippen, bis er dann bewusstlos liegen blieb. Lynx griff sich schnell das Messer und brachte das letzte Stöhnen von den Lippen des Gegners. Auch er war jetzt tot. Gehetzt sah sich Lynx um. Schließlich konnte man ja nicht wissen, wann und wie die Gegner angriffen. Und wenn die anderen genauso schlau waren wir der Tote, so musste er sich doch ganz schön in Acht nehmen. Aber hier war keiner mehr. Der letzte musste sich irgendwo in den Straßen aufhalten und weit kommen konnte er nicht.

Lynx ließ sich vom Dach fallen und landete auf der Straße, wobei er eine kleine Staub - und Sandkörner von dem Boden hochwirbelte.

Igor öffnete seine Augen und konnte verschwommen eine Person erkennen. Nach einigen Minuten klarte sich das Bild auf und vor ihm stand Lynx. Er drehte sich auf die Seite und erblickte Ivan und Hamous die immer noch auf dem Boden lagen. Reaper hatte sich schon von der Granate erholt, soweit er sehen konnte. Er fühlte an seinem Hals und bemerkte, dass er einen kleinen Verband um seinen Hals hatte; nicht nur er sondern auch die anderen. Lynx musste sie wohl verarztet haben.

Als auch die letzten beiden zu sich kamen, erklärte Lynx, was vorgefallen war. Die anderen waren nicht gerade bester Laune, als sie hörten, dass nur noch einer hier war, denn dies bedeute Arbeit und sie müssten die ganze Stadt nach ihm absuchen.

Reaper und Igor bildeten eine Gruppe, Lynx und Hamous mit Ivan die andere. Jeder sollte die Häuser nach dem letzten Gegner absuchen und ihn töten.

Vor dem ersten Haus trat Hamous hervor und schlug die Tür auf, so doll, dass sie fast aus den Angeln riss. Aber hier war nichts.

Reaper und Igor hatten genauso wenig Erfolg. Doch als sie an dem vorletzten Haus ankamen und Lynx die Tür aufschlug flogen plötzlich Kugeln und Lynx spürte, wie sich drei Kugeln in seinen Arm stießen und eine sein Bein. Humpelnd, um nicht noch mehr Kugeln abzubekommen, ließ er sich an die Hauswand fallen um dort Deckung zu finden. Während Hamous sich um Lynx kümmerte, holte Igor ein paar Granaten aus seinem Gurt und warf eine nach der anderen durchs Fenster. Klirrend zerbrach die Scheibe und kurz darauf hörten alle drei eine heftige Explosion und spürten ein kleines Beben. Ein Schrei ertönte und mit der Tür flogen Körperteile und Blut nach draussen. Zu ihrem Glück, war das Haus schon so alt, dass sich keine Person mehr dort hin begab.

Der Trupp konnte stolz auf sich sein. Alle Gegner waren eliminiert, auch wenn es Anfänger waren und Lynx, Reaper, Ivan, Igor und Hamous schon bessere Typen zu Gesicht bekamen. Und trotzdem war es, ein Grund zu feiern.

Hamous bemerkte, wie sich Passanten um sie herum sammelten und einer lud sie schließlich zum Bier ein, was keiner abschlug.

Die Party war zu Ende und Lynx lag wieder mit seinem Scharfschützengewehr auf dem Dach eines Hauses und beobachtete die Vögel und den Sand, wenn ein kleiner Windstoß Sandsteine und Staub in die Luft wirbelte. Aus seiner Tasche holte er seinen Walkman und stopfte die Stöpsel in seine Ohren um sich voll und ganz zu entspannen nach dem aufregenden und gefahrvollem Kampf, der vor mehreren Stunden lief.

Reaper durchstreifte die Straßen und war guter Dinge. Den Kampf hatten sie gewonnen und sie wurden sogar zum Bier eingeladen, was nicht oft der Fall war. Jetzt wollte er sich ein bisschen Ruhe gönnen und suchte sich einen gemütlichen Schuppen, in dem er trinken und sich mit Leichtbekleidete Mädchen unterhalten konnte. Schließlich hatte er sich dies regelrecht verdient.

Igor und Ivan saßen erschöpft auf ihren beiden Felsen, um die Mine zu bewachen. Hamous war bereits mit seinem Truck angekommen und spendierte jedem ein Eis, was in dieser Hitze und der trockenen Luft nur allzu gut tat. Hamous genehmigte sich einen Schluck kühles Wasser aus seiner Trinkflasche und reichte sie Igor und Ivan, die sie dankend annahmen.

Und so war auch dieses erholsame Abenteuer gut zu Ende gekommen.


Von woody_P


<-- zurück zur Auswahl

[ Kommentare zu dieser Warstory ]

 

 

Hey! Hier fehlt doch was!
- Dann Mach mit! und schicks uns!

© 1999-2002 by jaggedalliance.de

[ Druckerfreundliche Version ] Letze Änderung: 23.04.2001